Das Bark River Bravo 1 im Outdoortest
Hochsommer im August, Zeit für ein Wochenende "Bushcrafting" im Bayerischen Wald. Chef kurz gefragt ob ich das Bravo 1 testen darf, klare Ansage: ja aber bring es wieder mit! OK, auf gehts, ab in den bayerischen Wald. Bei der Ankunft erst einmal einen Lagerplatz gesucht und Feuerholz machen. Ich habe das Bravo 1 nicht zum Baumfällen verwendet, sondern testweise etwas Batoning gemacht, ging ganz gut. Nachdem das Feuer steht, gleich die nächste Probe: Brotzeit machen. Salami, Brot, Dosenwurst waren die Herausvorderungen, natürlich alles ohne Probleme, war mir schon klar. Jetzt der Schnitztest: Haselnuss-Zwistl bauen (für alle Nichtbayern Zwistl = Zwille, Schleuder, Flitsche oder so...) Das Messer geht durch den Ast wie durch Butter. Jetzt muß ich das Messer an einem alten Eichenast testen, der ist nämlich Härter als Haselnuss. Geht auch jedoch schon mit etwas mehr Kraftaufwand... Letzter Test für Heute: Ich wüte durchs Unterholz, hacke wahlos auf alles was sich vor mir aufbäumt, zerschlage dürre Ruten, zähe Grässer, fingerdicke Äste....Das Messer hält und ich habe einige Blessuren. Mein Gesamteindruck dieses Messers ist super. Griff liegt sehr gut in der Hand, Klinge ist scharf, stabil und das Nachschärfen ging mit dem DMT Magna Guide problemlos mit wenigen Zügen. Einen Punkt Abzug für die Daumenauflage, da diese meiner Meinung nach zu hoch angesetzt ist. (Wenn man das Messer richtig hält - siehe unten)
Fazit für das Bark River Bravo 1 als Outdoormesser: 9 von 10 Punkten